NOA LEVEN
Autofiktion über Trauma,
Körper, Lust und
Wahrheit.
Ich schreibe über das
Sprechen und das
Schweigen.
Über das, was der
Körper erinnert – und
was die Sprache erst
langsam einholt.
Wer ich bin – und warum ich schreibe
Ich schreibe, um sichtbar zu machen, was lange unsichtbar war. Um das zu benennen, wofür es keine Worte gab. Um zu verstehen, wie sich Wahrheit anfühlt, wenn sie nicht als Erinnerung kommt, sondern als Körperreaktion.
Meine Texte bewegen sich zwischen Autofiktion, Essay und innerem Monolog. Sie sind fragmentarisch, körperlich nah, analytisch klar. Ich schreibe über Trauma, Scham, Selbstverlust und sexuelle Selbstermächtigung – nicht als Theorie, sondern als gelebte Erfahrung.
Ich glaube, dass Sprache heilen kann, wenn sie nicht erklärt, sondern bezeugt. Dass Wahrheit ein Prozess ist. Und dass Befreiung im Körper beginnt.
Ich schreibe unter dem Pseudonym Noa Leven. Ich lebe in Deutschland, arbeite als Autorin – an Grenzen entlang, im Körper, in der Tiefe, die man nicht leichtfertig betritt.
In der Glaskugel
Autofiktionaler Roman – Arbeitstitel
Wie fühlt es sich an, wenn der Körper sich an etwas erinnert, das der Verstand verdrängt hat? In der Glaskugel erzählt vom Erwachen einer Frau, die aus der Erstarrung eines traumabedingten Lebens zurück in ihren Körper findet. Von der guten Tochter zur freien Frau. Von der Sprachlosigkeit zur körperlichen Wahrheit.
Teil I – Funktionieren ohne Sprache: Ein Leben, das stabil wirkt – und innerlich von Panik, Perfektion und Erschöpfung zusammengehalten wird.
Teil II – Erinnern: Trauma, Gewalt, Schweigen. Splitterhafte Erinnerungen: Gerüche, Körperreaktionen, Bilder ohne Zusammenhang. Ein mühsamer Weg zurück zur eigenen Wahrheit.
Teil III – Leben: Sexualität, Nähe und Begegnungen jenseits vertrauter Muster. Körpertherapie und Intimität als Räume der Heilung. Ein wieder bewohnter Körper – ein neues Leben.
Stil
- fragmentarisch
- körpernah
- analytisch
- poetisch verdichtet
Themen
- Trauma & Körpererinnerung
- Dissoziation, Hypnose, Aufstellungsarbeit
- Sexualität als Selbstermächtigung
- Befreiung aus familiären und inneren Mustern
Für wen?
- Für Leser:innen, die verstehen wollen, wie Trauma sich im Körper fortschreibt.
- Für Menschen, die sich in Fragen von Intimität, Selbstverlust oder Befreiung wiederfinden.
- Für alle, die Literatur suchen, die mutig, verkörpert und präzise erzählt.
Der Roman zeigt die langsame Rückkehr in einen bewohnten Körper: Nächtliche Panik, funktionierender Alltag, die Überanpassung eines verletzten Kindes im Körper einer erwachsenen Frau.
Erinnerungsfragmente tauchen auf wie Lichtpunkte: unfertig, widersprüchlich, körperlich.
Mit Hypnose, Körpertherapie und Aufstellungsarbeit nähert sich die Erzählerin dem, was sie lange nicht fühlen konnte. Die Sprache hinkt hinterher, während der Körper längst weiß, was geschah.
In Erfahrungsräumen jenseits vertrauter Normen öffnet sich ein neuer Ort - körperlich, emotional, wahr. Lust wird zu einem Ort der Selbstermächtigung. Scham verwandelt sich in Kontakt.
Der Körper, einst Ort des Schweigens, wird zu einem Ort der Freiheit.
Fragmente
Ich schreibe in Fragmenten.
Hier teile ich kurze Reflexionen – kleine Textstücke über Körper, Erinnerung, Nähe, Lust und Freiheit.
Der Körper erinnert sich, auch wenn der Kopf es nicht will.
Ich wusste damals nicht, dass diese Leere eine Erinnerung war – kein Gefühl der Gegenwart, sondern das Echo eines Körpers, der zu früh gelernt hatte, sich totzustellen
Ich suchte lange Sicherheit – und fand sie dort, wo ich am meisten Angst hatte: in der Hingabe, die ich selbst wähle. In der Lust, die mir gehört.
Manchmal reicht ein Geräusch, eine Haltung, ein Atemzug – und die Vergangenheit steht im Raum.
Perfektion war meine Rüstung. Nicht um zu glänzen, sondern um nicht verletzt zu werden. Doch selbst wenn alles fehlerlos ist – der Körper weiß es besser.
Ich will wahr sein. Auch wenn es schmerzt.
Ich wahre meine Würde – auch wenn andere sie nicht sehen.
Ich höre auf meinen Körper. Er war lange stumm. Jetzt darf er sprechen.
Manchmal frage ich mich, ob ich zu viel will. Zu viel Nähe, zu viel Gespräch, zu viel Resonanz. Doch oft war es nicht meine Sehnsucht, die zu groß war – sondern die Kälte, die zu laut war.
Trauma ist keine Erinnerung. Trauma ist eine Gegenwart, die sich nicht verändert.
In dieser Stunde spürte ich zum ersten Mal, wie sich Erkenntnis im Körper anfühlen kann. Kein Gedanke – nur das leise Wissen: Ich bin hier. Und ich kann bleiben.
